Jakobsweg
 

Bistum Münster St. Josef Moers Jakobsweg
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Der "Jakobsweg" auf Moerser Stadtgebiet

- Ein mittelalterlicher Pilgerweg neu entdeckt -

Das offizielle Logo
des Jakobus-Pilgerweges

 


Foto: Nils Rupprecht
(CC-BY-SA)

Stele des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zu den Wegen der Jakobspilger im Rheinland:
Standort: Moerser Schloss

 

 

 

 

 

"Als Jakobsweg (span. Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet." - So der Einleitungssatz des entsprechenden Wikipedia-Artikels. Die Route mit ihren Zuwegen sei bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstanden.

Informationsblatt zum Moerser "Jakobsweg" anlässlich des Moerser Schlossfestes 2010
(12. September 2010: "Tag des offenen Denkmals")
http://www.t-nolte.de/jakobsweg_moers.pdf

Weitere Informationen
Umfangreiche Literaturangaben, Übersichtskarten und Wegbeschreibungen finden Sie in den folgenden Wikipedia-Artikeln sowie weiteren Links:

bullet Jakobsweg
(WP-Artikel)
bullet Pilgerweg
(WP-Artikel)
bullet Deutsche St. Jakobus Gesellschaft
(WP-Artikel)
bullet Deutsche St. Jakobus Gesellschaft e.V.
(Vereinsseite)
bullet Landschaftsverband Rheinland
(Jakobsweg-Projekt)
bullet RP-Pressebericht vom 28.07.2007
(Online-Ausgabe Xanten)
bullet Jakobus-Pilgerweg Spezialist Manfred Zentgraf
(mit Online-Shop für Jakobsweg Materialien)
bullet Lieferbare Bücher / DVDs zum Jakobsweg bei Amazon
   

In der Zeit der Industrialisierung ist der Pilgerweg in weiten Teilen des Christentums leider ziemlich in Vergessenheit geraten. "Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.", weiß die Open-Source-Enzyklpädie Wikipedia weiter zu berichten.

Im Jahre 1987 hatte der Europarat die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.

1999 startete in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland das Projekt "Wege der Jakobspilger im Rheinland".

Vier Routen sind bisher ausgeschildert und in Führern beschrieben:

bullet1. Wuppertal – Köln – Aachen – Belgien,
bullet2. Köln – Trier – Frankreich.
bullet3. Millingen am Rhein – Kevelaer – Roermond – Maastricht
bullet4. Nimwegen - Emmerich - Kleve - Xanten - Rheinberg - Moers - DU-Friemersheim - Krefeld-Uerdingen - Neuss - Köln - Bonn

Pünktlich zum Namensfest des Heiligen Jakobus am 25. Juli wurde der Weg von Nimwegen / Kleve / Xanten nach Köln / Aachen im Jahre 2007 nun auch auf Moerser Stadtgebiet durch Klebemarken an Verkehrszeichenpfählen und markanten Bäumen ausgezeichnet. - Ein großes "Vergelt's Gott!" gebührt für dieses Werk übrigens dem Wanderwegewart des "Verein Niederrhein", Herrn Torsten Terhorst aus Düsseldorf!

Zum vierten Weg am Niederrhein ist im März 2009 der Pilgerwegführer "Jakobswege", Band 4 im Bachem-Verlag erschienen (EUR 12,95).
 


Verlauf des Jakobweges
auf Moerser Stadtgebiet
 

  Der Pilgerweg orientiert sich meistens an bereits vorhandenen, ausgeschilderten  Rad- und Wanderwegen und weicht nur manchmal davon ab.
 



Von Rheinberg-Vierbaum kommend, verläuft der Weg zunächst über die Hauptwanderstrecke (HWSt) "X12" und NiederrheinRoute (NR) zum Loheidesee. Die Terrasse des alten Kreisbahnhofs Loheide - heute ein nettes Ausfluglokal - bietet dem Pilger eine gute Rast und einen wunderschönen Seeblick. Nach dem Passieren des Geländes des "Segelclubs Loheidersee" zweigt der Weg bald links vom See aus ansteigend ab. Am breiten Querweg nicht auf "X12" und "NR" weiter, sondern geradeaus weiter über die Rundwanderstrecke "DU" durch ein herrliches Waldstück, das vom Orkan Kyrill leider etwas zerzaust wurde.
 



Am Sportplatz Baerl biegt der Pilgerweg rechts ab und verläuft zunächst hinter Gartengrundstücken. Unmittelbar dahinter geht es rechts über den Autowandererrundweg "A 7" auf schmalen Pfaden weiter durch den Baerler Busch. Der Weg quert auf einer Fußgängerbrücke die Kreisstraße, die alte Zechenbahn und die Bundesautobahn A 42. An der nächsten Wegkreuzung - etwas abschüssig - führt die Pilgerstrecke rechts über "A 9" idyllisch am Waldsee entlang, bis er auf die alten Industriebahngleise stößt. Hinter dem Bahnübergang führt der Weg dann wieder über die HWSt "X 12" und die "NR" Richtung Moers Eick-Ost.
 

 

 

[Bilder der Route
auf dem Moerser Stadtgebiet folgen noch!]

 

 

 

 

 

 

Nach Überquerung der Römerstraße geht es auf der Orsoyer Allee an der Siedlung und am Sportplatz vorbei bis kurz vor dem Moerser Brauhaus. Dort zunächst wenige Schritte links in die Straße Am Anger abbiegend, schlängelt sich der Pilgerweg gemeinsam mit HWSt "X12" halbrechts durch ein als wilde Müllkippe missbrauchtes Wäldchen, quert die Rheinberger Straße (ehem. B 57) und führt nach der Querung der überbreiten Rathausallee auf der Friedenstraße an der beschaulich im Grünen gelegenen evang. Kirche Utfort und ihrem Friedhof vorbei, ein paar hundert Meter über die Buschstraße Richtung Kampstraße. Auf der Kampstraße geht es ein kleines Stück nach rechts und direkt hinter dem Brückengeländer links herunter der HWSt "X 12" folgend - teils auf sehr schmalem Pfad - am Moersbach entlang bis zum Großparkplatz "Moerser Benden". Dort führt der Weg über eine Fußgängerbrücke zwischen Moerser Rathaus und Finanzamt auf das Kaufzentrum "Neumarkteck / Braun" zu. Dort verläuft der Pilgerweg rechts etwa 50 Meter über den Unterwall, um dann links in die mit kleinen alten Häusern bebaute Fieselstraße abzubiegen. Die Fußgängerzone Neustraße überquerend, am romantischen Pumpeneck vorbei, zweigt die Pilgerstrecke links in die Haagstraße mit einigen schön restaurierten Bürgerhäusern ein. Dieser folgt sie bis zur Evangelischen Stadtkirche, um dann an der alten Sozietät (irischer Pub) rechts am Kastellplatz entlang, am alten Landratsamtsgebäude (vor dem heutigen VHS-Gebäude befindet sich ein Mahnmal zur NS-Zeit!) vorbei, zur katholischen St. Josefkirche bzw. zum Moerser Schloss zu führen.
 

Es geht rechts am Schloß vorbei durch den alten Park mit seinen mächtigen Bäumen in Richtung Gartenstraße über die schmale Fußgängerbrücke des Stadtgrabens. Ein kleines Stück verläuft der Weg über die alte Wallanlage, um dann später an einer Ampelkreuzung die Filder Straße zu überqueren. Im Ohl geht es in Moers-Vinn nach Querung der Otto-Ottsen-Straße an der sich in einem graufarbenen Wohngebäude befindlichen Freien evangelischen Gemeinde vorbei durch eine schmale Furt zur Kaiserstraße. Dort folgt der Pilgerweg dem Wanderzeichen "N" Richtung Autobahnabfahrt Moers-Zentrum. Der Weg führt weiter auf "N" Richtung Moers-Schwafheim und biegt am Ende des Heidewegs, kurz hinter der architektonisch interessanten evangelischen Kirche Schwafheim, rechts in die Felder ab.
 

Nach dem ersten Feld geht es zunächst links etwas abwärts in den Schwafheimer-Bruch-Kendel. Dort folgt der Pilgerweg dem Graben auf nordöstlicher Seite in Richtung DU-Rumeln auf der "NR" (längere Zeit ist kein Pilgerzeichen zu sehen!). Der Weg mündet am Ende nach einer Schlängelbewegung an Gehöften vorbei (Am Steinbrink) an der Düsseldorfer Straße an einer Haltestelle bzw. am grünen Raiffeisenmarkt.

 


Nach der Überquerung der Düsseldorfer Straße (Fußgängerampel) verläuft der Weg über die baufällige Colve-Eisenbahnbrücke, um dann rechts abschüssig in Richtung Toeppersee zu führen. Bei Erreichen des Sees wird die Wasserskianlage rechts liegen gelassen, um den westlichen Uferweg zu benutzen (keine anderen Wanderzeichen!). Ungefähr am Hallenbad vorbei mündet der Weg im Stadtteil DU-Rheinhausen-Bergheim.
 

[Fortsetzung folgt]


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